Front Nusantara

Dies ist der erste Bericht aus unserer Hauptstadt Berlin (und übrigens insgesamt der zehnte bei Halal-Tester.de), und da ich euch ein wenig Halal-Exotik versprochen habe, möchte ich die Berlin-Reihe mit dem indonesischen Restaurant Nusantara beginnen. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Lageso im Stadtteil Moabit, wo auch einige Moscheen und zahlreiche weitere Halal-Restaurants zu finden sind.

Die Atmosphäre – Gemütlich, aber dekorativ überladen

Wenn man in das Nusantara reinkommt, fällt einem als erstes auf, dass bereits die Theke mit Angeboten überladen ist, so dass man zunächst einmal kurz braucht, bis man sich orientieren kann. Auch als ich mich gesetzt hatte, und mich im Speiseraum selbst umblickte, fiel mir auf, dass die Wände dekorativ überladen waren. Da waren durchaus schöne Elemente darunter, aber es war ein wenig zu viel des Guten. Es würde bereits schon reichen, wenn man einige Bilder abnehmen würde, damit die anderen besser zur Geltung kommen. Ansonsten war die Atmosphäre gemütlich und ich habe mich wohl gefühlt. Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass es von den Lichtverhältnissen her ein wenig dunkel war, was aber nicht unbedingt negativ sein muss, sondern eine gewisse Atmosphäre hervorruft.

Die Bedienung – Freundlich

Die Bedienung an sich war freundlich und es gibt jetzt nicht viel, das ich dazu schreiben könnte, ohne diesen Part des Berichts künstlich aufzublähen. Allerdings gibt es eine Sache, die ich dennoch erwähnen möchte, da ich sie nicht so optimal fand. Als Halal-Tester bin ich natürlich auch neugierig und experimentierfreudig, und als ich dann im Kühlschrank ein Cola-Getränk namens Glam-Cola erblickte, das zudem durchsichtig war, dachte ich mir nicht viel dabei und bestellte es (ich werde in den nächsten Tagen auch einen kleinen Bericht darüber schreiben). Auf der Preisliste war diese Art von Cola nicht vermerkt, aber ich ging davon aus, dass es sich preislich in etwa auf dem Niveau der anderen Softdrinks befinden würde, die auf der Speisekarte auch gelistet waren. Als ich schließlich bezahlte, stand auf meinem Kassenbeleg jedoch ein ganz anderes Getränk, das ich nicht bestellt hatte, und das mit 3,50 Euro zu Buche schlug. Ich ging natürlich von einem Fehler aus, doch als ich den Kellner darauf hinwies, dass ich ja eigentlich eine Glam-Cola bestellt hatte, sagte er mir, dass der Preis schon richtig sei, und sie nur dieses andere Getränk eingegeben hätten, da sie die Glam-Cola noch nicht aufgenommen hätten. Ich gehe natürlich von der Richtigkeit seiner Aussage aus und habe den Betrag auch anstandslos bezahlt. Aber da man wirklich nicht ahnen kann, dass eine Cola-Sorte 3,50 Euro kostet, wäre es besser, wenn der Preis vermerkt worden wäre. Da es zumindest auch teilweise meine eigene Schuld war, dass ich nicht vorher nach dem Preis gefragt habe, werde ich diesen Umstand nur geringfügig in meine Punktebewertung mit einfließen lassen.

Das Essen – Lecker

Iga Bakar Indonesisch

Als es an das Bestellen ging, entschied ich mich für das Gericht Iga Bakar, das aus gegrillten Lammrippchen und einer Soja- und Erdnusssauce besteht, wozu als Beilage Reis und der indonesische Acar-Salat gereicht wird und 6,90 Euro kostet. Bereits hier könnt ihr sehen, wie unglaublich günstig es ist, in Berlin Essen zu gehen. Zudem bestellte ich als Nachtisch „Es Campur“, über den ich ebenso einen gesonderten kleinen Bericht schreiben werde.

Nun aber zum Essen. Der Reis wurde, genau wie bei Thai-Fun in Frankfurt, in Form einer Kugel serviert und war zudem mit etwas Knusprigem garniert, das ich leider nicht einordnen konnte. Der Reis war sehr gut gelungen, und ebenso hat das Knusperelement gut dazu gepasst. Der hinzugehörige indonesische Acar-Salat war jetzt nichts Außergewöhnliches. Er besteht aus zerkleinerten Möhren und Gurkenstücken sowie Schalotten.

Die Lammrippen haben mir sehr gut geschmeckt, und die Kombination Lammrippe-Sojasauce passt sehr gut. Allerdings muss ich sagen, dass die Rippchen noch ein klein wenig länger hätten gegrillt werden können. Auch habe ich mich gewundert, dass es kaum Erdnusssauce sondern fast nur Sojasauce gegeben hat, obwohl auf der Speisekarte eigentlich gar nichts von Sojasauce stand. Aber da es mir dennoch geschmeckt hat, will ich mich jetzt darüber nicht beschweren.

Fazit

Hätte ich mehr Zeit in Berlin verbracht, hätte ich selbst gerne noch weitere Gerichte aus der Speisekarte probiert, um weitere Speisen der indonesischen Küche kennenzulernen. Wer keine Lust auf türkische oder libanesische Küche hat, ist im Nusantara jedenfalls gut aufgehoben. Schaut bei Interesse einfach mal auf die Speisekarte, die ihr auch online auf ihrer Webseite aufrufen könnt.

 

Punktevergabe
Atmosphäre:

73/100 Punkte

Bedienung: 78/100 Punkte
Essen: 83/100 Punkte
Durchschnitt: 78/100 Punkte

 

Kurzinformationen Nusantara

(Alle Speisen sind halal und es werden keine alkoholischen Getränke angeboten)

Adresse: Turmstraße 18, 10559 Berlin 

Webseite: http://www.restaurant-nusantara.de/

Preisklasse: 5-10 €/Person

 

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